April 2009
Es handelt sich hier um die Nornen, die Schicksalsfrauen in der germanischen Mythologie. Diese drei sind genauer gesagt die Wächter am Urdbrunnen, der unter der Weltenesche entspringt. Urd (das Gewordene), Verdandi (das Werdende) und Skuld (das Werdensollende). Den Aspekt mit den unterschiedlichen Altern habe ich dazuerfunden, ich denke der passt ganz gut.
Die Nornen sind teils zwergischer, teils asischer und teils albischer Abstammung, stehen aber vollkommen unabhängig von diesen drei. Sie bestimmen sogar im Gegenteil über das Schicksal der Menschen UND Götter, indem sie für jedes Wesen den Lebensfaden spinnen, der mal kürzer, mal länger ausfällt. Eine Norne ist es auch, die die Götterdämmerung vorhersagt. Sie sind demnach die wirklichen Herrscher über die Zeit, weshalb das Sonnenrad eigentlich ihr Symbol ist und nicht (bzw nur indirekt) das der Götter. Meine Meinung.
Nornen werden meist mit fließendem Wasser in Verbindung gebracht, was wohl daher rührt, dass unsere Altvorderen glaubten, man könne aus dem Rauschen von Bächen und Flüssen die Zukunft vorhersagen. (Diese drei Nornen speziell pflegen die Weltenesche mit dem Wasser aus dem Urdbrunnen, der sonst von Nidhöggr kaputtgenagt werden würde.) Man könnte also behaupten, das Nornen eigentlich Wasseralben sind, denen die Kontrolle über die Zeit schon per Definition gehöre.

